Talent und Karriere

Fritz und Paul sind eineiige Zwillinge. Ihre Eltern sterben einen Tag nach ihrer Geburt bei einem Autounfall. Sie werden zur Adoption freigegeben. Fritz kommt zu den Meyers, Paul zu den Müllers. Die Meyers sind ein Ehepaar aus der Arbeiterklasse. Die Müllers stammen aus der gehobenen Mittelschicht; Herr Müller ist Top-Manager eines bedeutenden Industriebetriebs.

Der allwissende Erzähler dieser kleinen Geschichte weiß, dass Fritz und Paul, wie aus einem Ei gepellt, beide einen überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten von 125 besitzen. Sie sind beide geborene Führernaturen und gleichermaßen ehrgeizig.

Nun stellen wir uns vor, es gäbe jeweils 1000 Fritze und Pauls, Meyers und Müllers, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Vierzig Jahre nach der Geburt dieser Zwillingspaare wird untersucht, wer im Durchschnitt einen höheren gesellschaftlichen Rang, eine höhere berufliche Position einnimmt und mehr Geld verdient. Die Fritzen oder die Pauls?

Es gibt Menschen, die meinen, dass jeder seines Glückes Schmied sei, dass gesellschaftlicher und beruflicher Erfolg nur vom Ehrgeiz und der Intelligenz eines Menschen abhingen. Wenn dies zuträfe, dann dürften sich die Fritzen und die Pauls hinsichtlich der genannten Größen im Durchschnitt nicht voneinander unterscheiden.

Dem Leser überlasse ich es zu entscheiden, für wie wahrscheinlich er die Nullhypothese (keine Unterschiede) bei der angegebenen Konstellation hält.

Man kann mühelos ein Gesellschaftsmodell entwickeln, bei dem der soziale und ökonomische Aufstieg einzig vom Zufall abhängt. Das geht so: Diese Modellgesellschaft hat drei Ebenen. Alle Mitglieder dieser Gesellschaft beginnen auf der untersten, der dritten Ebene. Es wird eine Lotterie veranstaltet. 10 Prozent gewinnen und dürfen auf die zweite Ebene aufsteigen. Wer dorthin gelangt ist, hat in der nun folgenden Lotterie wieder die Chance, mit zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit auf die Top-Ebene 1 aufzusteigen.

Zu den Vorzügen der ersten Ebene zählt es, dass die Spitzenleute eine Portokasse besitzen. Diese ist gut genug gefüllt, um einen Haufen Professoren und Journalisten zu finanzieren. Dabei handelt es sich natürlich um ehrenwerte Leute. Doch wie überall im Leben finden sich in diesen Berufsständen auch schwarze Schafe. Diese wären bei entsprechender Bezahlung durchaus bereit, folgende Meinung zu verbreiten: Die Menschen an der Spitze unserer Modellgesellschaft sind nicht etwa dorthin gelangt, weil sie Glück hatten. Nein, besondere Fähigkeiten, ihr Fleiß und ihre Aufopferungsbereitschaft für andere ebneten ihnen den Weg nach oben.

Wir alle sind instinktiv geneigt, solchen Auffassungen Glauben zu schenken. Wer es an die Spitze der Gesellschaft schaffe, müsse sich vor anderen ausgezeichnet haben. Sonst wäre er wohl kaum soweit gekommen. Nur wenige sind geistig rege genug, um zumindest die Plausibilität einer solchen Ansicht zu überprüfen.

Man könnte sich z. B. fragen, ob die Selektionsmechanismen, die den Aufstieg in unserer Gesellschaft regulieren, wirklich darauf ausgelegt sind, die Klügsten, Ehrgeizigsten und Menschenfreundlichsten an die Spitze zu bringen. Oder spielen auch Faktoren eine Rolle, die mit den genannten Qualitäten nichts zu tun haben? Schließlich gibt es ja das Erbrecht. Dass herausragende Eltern auch herausragende Kinder hervorbringen, ist nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitslehre (Regression zur Mitte) eher unwahrscheinlich. Dennoch erbt der Spross den Betrieb, auch wenn er eine Niete ist.

Der Psychologe und Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, Daniel Kahneman, brachte die Bedeutung des Zufalls im menschlichen Lebens auf den Punkt. Welche Rolle dieser spiele, könne man schon daran erkennen, dass er bereits zu Beginn unseres Daseins massiv in unser Geschick eingreife. Ob wir nämlich als Junge oder als Mädchen auf die Welt kämen, sei das Ergebnis einer genetischen Lotterie.

Wie gering die Bedeutung der persönlichen Fähigkeiten im Allgemeinen ist, wird den meisten von uns krass vor Augen geführt, wenn sie in Rente gehen. Dann wird ihnen nämlich unmissverständlich demonstriert, dass sie leicht ausgetauscht werden können. In aller Regel wird es der Nachfolger nicht wesentlich besser oder schlechter machen als man selbst. Wie sollte es auch anders sein, in hochgradig arbeitsteiligen Systemen, in denen die Individualleistung kaum eine Rolle spielt.

Es gibt nur wenige außergewöhnliche Menschen, die wirklich einen Unterschied machen, ohne deren Beitrag die Welt einen anderen Kurs genommen hätte. Diese Menschen nennt man Genies.

Ein Gedanke zu „Talent und Karriere“

  1. Hallo Herr Gresch! Schön, dass Sie wieder da und ihre Seiten für mich aus Thailand wieder auffindbar sind.
    Was die im Artikel angesprochenen Unterschiede in der Entwicklung von Zwillingen ausmacht, könnte auch mit dem Pygmalion Effekt (positive Erwartungshaltung produziert bessere Ergebnisse), dem Andorra Syndrom (negative Projektionen werden von den Betroffenen übernommen), Epigenetik (Übertragung und Impfen von Verdrängtem oder Unbewusstem, Negativen oder Positivem der Eltern), dem Familiensystem (gemäss Hellinger, Ruppert, Langlotz etc) und dass entsprechend den Untersuchungen von John Hattie die Qualität der Lehrerpersonen den massgeblichsten Einfluss auf die Leistungen der Schüler habe, zusammenhängen. Noam Chomsky habe dazu aufgezeigt, dass Kindern im Vorschulalter beim sprechen lernen nach der Säuglingszeit, die Bedeutung der Worte „telepatisch“ übermittelt werde.
    Als Schweizer Gladio-Mkultra-Mind Control Opfer in satanistischer Monarch-Illuminaten Versklavung unter elektronischer, elekro-magnetischer, digitaler und telepathischer Hypnose in Pattaya in mentaler und sozialer Gefangenschaft gehalten, kann ich dazu Ihre Ausführungen
    http://ppsk.de/die-so-genannte-multiple-persoenlichkeitsstoerung
    http://ppsk.de/mind-control-bewusstseinskontrolle
    vollumfänglich bestätigen:
    Zur Schaffung besagter multiplen Persönlichkeiten, werden Kleinkinder durch traumabasierte und oben genannte Techniken von den nächsten Angehörigen, durch Inzest, sexuellen Missbrauch, Verprostitutionierung und rituelle (Menschen-) Opferhandlungen ab Geburt und durch das ganze soziale Gefüge hindurch in langer monarchisch-hierarchischer Sklavenhalter-Tradition, zu sexuellen Prostitutions- und Missbrauchs-Roboter abgerichet, die sich der Hierarchie zu unterwerfen, zu dienen und bedingungslos zu gehorchen haben.
    Dass gemäss Therapeuten das Vorkommen von traumabasierten multiplen Persönlichkeiten in den letzten Jahren schlagartig zugenommen habe, führe ich persönlich auf das Internet zurück, in welchem ja seit der „Greenbaum Speech“ (m. E. Dr. Josef „grüne Landmaschinen“ Mengele), Cathy O’Briens „Trance Formation of America“, Fritz Springmeyer und Cisco Wheelers Illuminati Formula, Claudia Mullen und der CKLN-FM Mind Control Series und aber vor allem der Kult Trainerin „Svali“ (der Ursprung und die Führung der „Bruderheist“ liege im Schwarzwald), nun ganz genaue Angaben auch auf deutsch über die Dimensionen, die Organisationen und das detaillierte Vorgehen der Misshandlungen, sadistischen Folterungen, Spaltungen und globalen Verbrechen überall frei erhältlich sind. Dabei geht es in erster Linie um Machterweiterung, Geld, sexuelle Befriedigung und Aufstieg in der Hierarchie der herrschenden Gewaltmonopole.
    Studien und Interviews der Universität Konstanz zu posttraumatischen Belastungsstörungen und auch mit Beteiligten in der deutschen Geschichte (Wehrmacht) hätten dazu aufgezeigt, dass quälen, foltern und morden zu einem Überzustand führen und in einen tief befriedigenden Blutrausch münden können und appetitiv Freude und Glücksgefühle dabei aufträten, was anschliessend die Täter psychisch in ihrem weiteren Leben vor posttraumatischen Belastungsstörungen schütze. Das sei in der Evolution so entstanden, als die Menschen zum Überleben durch Jagd Lust auf massenhaft Tiere ermorden entwickeln mussten.
    Und auch die Schweizer, die sich ansonsten demokratisch bemühen, die dunklen Ecken ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten, machen an den Forschungen und Zwangsmassnahmen bis zum heutigen Tag aber sicher weiter kräftig mit. Auch wenn es nun nicht mehr aktenkundig und offiziell einsehbare Forschung ist; durch die Vielfalt und Beweise, dass was gemacht werden konnte, auch gemacht wurde, sind die ganzen Mind Control und satanistischen, faschistischen Verbrechen empirisch extrapoliert bis zum heutigen Tag nachweisbar.
    https://web.archive.org/web/20140702143915/http://soziologie-etc.com/soz/buch-hoelle/03_psychiatrie-holocaust.htm

    Wer hat’s erfunden?

    Beste Grüsse
    Daniel Kälin

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