Schulmassaker

Halali

Schulmassaker sind überaus seltene Ereignisse. Es handelt sich im Sinne von Nassim Nicholas Taleb um schwarze Schwäne.1)Der schwarze Schwan ist eine Metapher für ein unwahrscheinliches, aber mögliches Ereignis. Wir ignorieren es wegen seiner Seltenheit und sind deswegen nicht darauf vorbereitet. Siehe: Taleb, N. N. (2012). Der schwarze Schwan – Konsequenzen aus der Krise. München: Dt. Taschenbuch-Verlag

Man weiß zwar, dass sich solche monströsen Verbrechen gelegentlich ereignen, aber an welcher Schule und wann? Dies vermag niemand vorherzusagen. Bei einem solchen Sachstand sind Menschen geneigt, die Gefahr zu verdrängen.

Hinterher ist man natürlich klüger und wähnt, dass der jeweilige Täter sich durch eine Vielzahl von Merkmalen ausgezeichnet habe, die ganz charakteristisch seien für Menschen dieses Schlages. Hier sei vor allem ihre atemberaubende Unauffälligkeit hervorzuheben, die einem recht eigentlich hätte zu denken geben müssen.

Auch ohne entsprechende Statistiken dürfte wohl kaum ein vernünftiger Zweifel daran bestehen, dass wesentlich mehr Menschen von rücksichtslosen oder alkoholisierten Autofahrern getötet werden als von Schulschützen. Dieses Thema findet allerdings wenig Beachtung in den Medien; es sei denn, ein „Promi“ wäre in einen solchen Unfall verwickelt. Die Toten, die von Trunkenbolden hingemeuchelt werden, nimmt man offenbar achselzuckend als Kollateralschaden einer automobilen und alkoholisierten Gesellschaft in Kauf.

Unfälle bei Alkoholfahrten sind im Übrigen ebenfalls seltene Ereignisse, wenngleich sie etwas häufiger sind als „School Shootings“. Auch Alkoholkontrollen gehören zu den schwarzen Schwänen. Nur ganz wenige zu Unglücksraben mutierte Schnapsdrosseln müssen einmal ins Röhrchen blasen.

Gerade weil es sich um sehr seltene Ereignisse handelt, erregen Schulmassaker ein öffentliches Interesse, das keineswegs dem Blutzoll, den sie fordern, proportional ist. Dies liegt aber nicht nur an ihrer Seltenheit, sondern auch daran, dass sie in gravierender Weise vom Normalen abweichen. Leute, die sich angetrunken hinters Steuer setzen, sind ja keine ungewöhnlichen Persönlichkeiten. Bei Schulschützen scheint dies aber auf der Hand zu liegen.

Nach einem Vorfall wie beispielsweise in der „Columbine High School“ oder in der „Sandy Hook Elementary School“ stoßen die einschlägigen Experten auf offene Ohren in den Medien. Nur wenige lassen sich diese Chance entgehen, mit – in der Regel ziemlich eindimensionalen, simpel gestrickten – Vorschlägen zur Prävention solcher Straftaten aufzuwarten.

Dies ist natürlich legitim. Ereignisse wie der Massenmord in Columbine oder Newtown erregen die Gemüter heftig. Erregte Gemüter sind suggestiven Botschaften besonders schutzlos ausgeliefert. Der Affektsturm beeinträchtigt den Verstand oder schaltet ihn gar aus.

Ein Experte wäre also töricht, falls er die Gunst der Stunde nicht nutzen würde, um Wasser auf die Mühlen seines Gewerbes zu leiten.

Was tun?

Nachdem sich die Frage nach den Ursachen heillos in den Fallstricken der Spekulation verheddert hat, wendet man sich im Allgemeinen der Prävention zu. Die Suche nach Maßnahmen zur Verhinderung extrem seltener Ereignisse gleicht der Einhorn-Jagd: Die meisten Schüsse gehen ins Leere, einige treffen konventionelles Rotwild oder Hasen, manche auch den Wandersmann, der zufällig vorbeikommt.

Doch den Experten und sein Publikum eint das Jagdfieber – und so ist man an Erläuterungen zur Kosten-Nutzen-Relation von Schnellschüssen auf bewegliche Ziele im Nebel nicht sonderlich interessiert.

In einer Dissertation2)Bondü, R. (2012). School Shootings in Deutschland: Internationaler Vergleich, Warnsignale, Risikofaktoren, Entwicklungsverläufe. Inauguraldissertation, Freie Universität Berlin zu möglichen Risikofaktoren bei School Shootings in Deutschland heißt es:

„Auch die vorliegende Studie zeigt, dass Risikofaktoren nicht nur wenig spezifisch sind, sondern darüber hinaus nur selten bei allen Tätern auftreten und/oder unterschiedliche Ausprägungen annehmen können (…). Hierdurch erhöht sich das Risiko der fälschlichen Klassifikation auffälliger Personen als gefährlich oder ungefährlich. Aufgrund der geringen Basisraten ist dabei das Risiko, ungefährliche Personen als gefährlich zu bewerten quantitativ besonders relevant. Hierdurch drohen Stigmatisierungen der betroffenen Personen, die selbst weitere schwerwiegende Folgen haben können.“

Obwohl sich die Mehrheit der Experten bei der Ursachensuche auf die Sprachregelung geeinigt hat, dass Schulmassaker ein „komplexes, multikausales Geschehen“ seien, neigt sie in Sachen Prävention zu eher einseitigen Lösungsvorschlägen.

Dies ist allerdings weniger erstaunlich, als man auf den ersten Blick meinen sollte, wenn man sich vor Augen führt, dass „multikausal“ auf Deutsch bedeutet: „Nichts Genaues weiß man nicht.“

Weiß man aber nichts Genaues nicht, dann liegt es nahe, dann ist es verlockend, mit einer möglichst plausiblen, möglichst simplen Wunderkur aufzuwarten. Bekanntlich heilt Gleiches Gleiches.

In Wirklichkeit handelt es sich bei einem School Shooting nicht um ein multikausales Geschehen im Sinne eines Vorgangs mit vielen bekannten Ursachen, sondern um einen Ablauf mit vielen möglichen Ursachen, und zwar mit einer unbekannten Menge möglicher Ursachen. Wahrscheinlichkeitstheoretisch betrachtet, ist dies ein gravierender Unterschied.

Die Sherlock-Holmes-Methode3)Siehe meinen Artikel: Die Sherlock-Holmes-Methode in Psychoanalyse und Neurowissenschaft lässt sich hier also nicht anwenden. Sie besteht darin, aus Merkmalen eines Ereignissen rückblickend auf seine Ursachen zu schließen. Dies funktioniert allenfalls, wenn nur eine kleine Zahl bekannter Ursachen eines Vorgang in Betracht kommt und es allein darum geht, die im Einzelfall nicht möglichen oder unwahrscheinlichen auszuschließen.

Amok an Schulen passt jedoch nicht in dieses Schema. Natürlich kann man die notwendig kleine Zahl von Tätern nach gemeinsamen Merkmalen absuchen, und da die Menge potenzieller Merkmale nicht beschränkt ist, werden sich mit ziemlicher Sicherheit Merkmalskombinationen identifizieren lassen, die einer größeren Zahl von School Shooters („statistisch signifikant“) gemeinsam sind.4)Hat man solche Muster, dann weiß man aber immer noch nicht, ob sie zum Ursachenbündel von School Shootings gehören oder ob sie zufällig entstanden sind. Man bezeichnet diese Methode als HARKing (“Hypothesizing After the Results are Known”); sie führt zu beliebigen, nicht aussagekräftigen Ergebnissen. In jedem Datensatz kann man scheinbar auffällige Muster finden, die in Wirklichkeit Produkte des Zufalls sind. Dies ist mit dem Kaffeesatzlesen oder dem Bleigießen in der Silvesternacht zu vergleichen.

Nun kann man, sofern diese Merkmale als beeinflussbar gelten, Präventionskonzepte entwickeln, die auf diese Eigenschaften zielen (beispielsweise das Verbot von Killer-Computerspielen) fordern.

Allein, da es sich bei School Shootings um sehr seltene Ereignisse handelt, ist es kaum möglich, den Wert dieser Konzepte experimentell zu überprüfen.

Die in den Vereinigten Staaten nach entsprechenden Gewalttaten diskutierten Vorschläge lassen sich grob in drei Produktgruppen unterteilen. Die Anbieter preisen die Vorzüge ihres Produktes an und die Konkurrenten machen sie madig. Und das geht so:

Verschärfung der Waffengesetze

Pro:

  • Die leichte Verfügbarkeit von Waffen erhöht die Wahrscheinlichkeit ihres Missbrauchs.
  • Eine liberale Gesetzgebung verharmlost die mit Waffen verbundene Gefahr und ermöglicht es Menschen, die nicht im Umgang mit ihnen geschult wurden, sich Waffen zu verschaffen.
  • Auch wenn man nicht alle Gegenstände, die als Waffen dienen können, verbieten kann, so ist es doch nicht zu bestreiten, dass moderne Schusswaffen pro Zeiteinheit mehr Menschen töten können als abgebrochene Stuhlbeine oder Brotmesser.

Kontra:

  • Die leichte Verfügbarkeit von Waffen erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich im Notfall mit ihnen gegen Angreifer zur Wehr setzen zu können.
  • Eine liberale Gesetzgebung führt dazu, dass sich viele Menschen schon von Kindesbeinen an mit Waffen vertraut machen und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen bereits im Elternhaus erlernen.
  • Nicht die Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen. Ein Mensch mit dem Drang zu töten, wird sich auch illegal effiziente Waffen verschaffen.

Verbesserte Angebote für „psychisch Kranke“

Pro:

  • Viele Schulschützen sind „psychisch krank“.
  • Wenn man potenziell Gewalttätige rechtzeitig erkennt, kann man sie behandeln und Massaker verhindern.

Kontra:

  • Es ist nicht möglich, die Gefährlichkeit von „psychisch Kranken“ zu prognostizieren.5)Cooke, D., & Michie, C. (2010). Limitations of diagnostic precision and predictive utility in the individual case: A challenge for forensic practice. Law and Human Behavior, 34, 259-274
  • Nur ein kleiner Teil der „psychisch Kranken“ wird häufiger gewalttätig als Normalbürger. Und bei diesem kleinen Teil wird die Gewalttätigkeit weitgehend durch gleichzeitigen Missbrauch von Drogen und Alkohol erklärt.6)Fazel, S., Gulati, G., Linsell, L., Geddes, J. R., Grann, M. (2009) Schizophrenia and Violence: Systematic Review and Meta-Analysis. PLoS Med 6(8): e1000120. doi:10.1371/journal.pmed.1000120
    Die psychisch Kranken insgesamt haben mehr Grund, sich vor den normalen Bürgern zu fürchten, als umgekehrt. Sie werden erheblich öfter Opfer von Kriminalität als normale Personen – und seltener Täter.7)Swanson, J. W.; Belden, C. M. (2018).The Link Between Mental Illness and Being Subjected to Crime in Denmark vs the United States. How Much Do Poverty and the Safety Net Matter? JAMA Psychiatry. 2018;75(7):669-670
  • Die Medikamente, die zur Behandlung „psychisch Kranker“ eingesetzt werden, können die Gewaltneigung verstärken.8)Breggin, P. (2008). Medication Madness. The Role of Psychiatric Drugs in Cases of Violence, Suicide and Murder. New York: St. Martin’s Press
  • Es gibt keinerlei Studien, die darauf hindeuten, dass irgendeine Form psychiatrischer Behandlung die Häufigkeit von School Shootings oder ähnliche Phänomene vermindern könnte.

Re-Christianisierung der Gesellschaft

Pro:

  • Schulmassaker sind die Folge antichristlicher Tendenzen in der Gesellschaft.
  • Das Gegengift besteht darin, dass gesellschaftliche Leben wieder nach biblischen Grundsätzen auszurichten.

Kontra:

  • Die Kriminalgeschichte des Christentums zeigt, dass diese Religion ihren moralischen Anspruch niemals gerecht wurde.9)Deschner, K. (2005). Kriminalgeschichte des Christentums. Bd. 1-8. CD-ROM-Version, Digitale Bibliothek, Directmedia GmbH, Berlin
  • Auch die Bibel ist ein zutiefst Gewalt verherrlichendes Buch.10)Buggle, F. (2004). Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Aschaffenburg: Alibri

Business as usual

Wenn aber die Verschärfung der Waffengesetze, die Psychiatrisierung Verdächtiger, die Re-Christianisierung der Gesellschaft keine eindeutig brauchbaren und bei realistischer Betrachtung erwägenswerten Lösungen sind: Was bleibt dann? Was tun? Dann ist es vermutlich das Klügste, wenn jeder wieder seinen Geschäften nachgeht, sein Leben lebt, den lieben Gott einen guten Mann sein lässt. Jeder sollte sich bemühen, seine Affekte zu meistern und wieder Vernunft einkehren zu lassen.

Wenn seltene Ereignisse Überreaktionen hervorrufen, dann ist das immer schlecht und niemals gut. Mir ist durchaus bewusst, dass Politiker (nicht nur in Demokratien) nach solchen grausamen Ereignissen immer unter massivem Druck stehen. „Nun muss endlich etwas geschehen!“, rufen die Massen. „Wir haben die Lösung!“, antworten die Einpeitscher.

Ja, aber die Gewalt! Ja, aber man muss doch etwas tun! Sicher. Man muss wieder seinen Geschäften nachgehen, sein Leben leben, den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, seine Affekte meistern und wieder Vernunft einkehren lassen.

Und dies ist scheinbar gar nicht so schwer. Fast alle Menschen reagieren, meist früher als später, nach einem seltenen, emotional aufwühlenden Ereignis so.

Dennoch steht zu befürchten, dass Politiker in der Folge solcher Katastrophen verantwortungslose Maßnahmen ergreifen, die zum Scheitern verurteilt sind, weil sie nicht bemerken, dass die meisten Menschen schon längst wieder ihren Geschäften nachgehen, ihr Leben leben, den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, ihre Gefühle, mehr schlecht als recht, meistern und wieder, soweit ihnen dies möglich ist, Vernunft einkehren lassen.

Zum Glück ist diese Gefahr nicht besonders groß. Denn die meisten Menschen, sogar Politiker, können sich mit dem Lauf der Welt, wenngleich mitunter zähneknirschend, abfinden, allein unsere Experten nicht.

Sie wollen die Zitrone bis zum letzten Tropfen ausquetschen. In der Welt der Experten, die in den Talkshows sitzen, kommen die Turbulenzen nicht so schnell zur Ruhe, wohl auch, weil die Waffenlobbyisten und die Friedenstauben, die Psychiater und die Antipsychiater, die Christen und die Antichristen mit ihren Megaphonen mächtig Wind machen und in ihm möchten die Talkshow-Fachleute natürlich gern segeln.

Schulmassaker sind, so grausam, empörend, rätselhaft und aufwühlend sie auch immer sein mögen, winzige Randerscheinungen in modernen Industriegesellschaften. Dass sie vorübergehend mächtig aufgebauscht werden, liegt nicht an ihrer tatsächlichen Bedeutung, sondern daran, dass sie die Kriterien für mediale Hysterie (selten, aufwühlend, rätselhaft, schrecklich) erfüllen.

Die Liste der School Shootings ist zwar beachtlich lang,11)Wikipedia: List of School-related Attacks aber wenn man sie beispielsweise mit der Liste von gewalttätigen Gangs12)Wikipedia: List of criminal enterprises, gangs and syndicates vergleicht, dann erkennt man die untergeordnete Bedeutung des Problems der Amokläufe an Schulen.

Was es zu bedenken gilt: Es gibt keine prognostischen Methoden, die, ohne aberwitzig häufige falsch positive und falsch negative Einstufungen, vorherzusagen vermöchten, ob ein Mensch in Gefahr steht, ein School Shooting zu begehen.

Es gibt ebenso wenig, vernünftig begründbare und realisierbare, Methoden, Amokläufe an Schulen durch Maßnahmen in oder außerhalb von Schulen zu verhindern oder deren Wahrscheinlichkeit einzuschränken. Es besteht auch wenig Hoffnung, dass Maßnahmen zur wirksamen Prävention entdeckt werden, die sich im Rahmen unserer demokratischen, rechtsstaatlichen, kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung realisieren lassen.

Gegen Tsunamis kann man mehr tun.

Zucken wir also nur mit den Achseln und genießen wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand.

PS: Was über School Shootings gesagt wurde, lässt sich auch, entsprechend modifiziert, auf andere vergleichbare seltene Ereignisse anwenden, z. B. auf islamistische oder rechtsradikale Gewalttaten.

PPS: Es ist unbedingt vernünftig, seine Ohren vor einer gewissen Sorte von Experten zu verschließen – insbesondere, wenn es sich um Psychiater, Psychologen, Sozialwissenschaftler, Ökonomen und sonstige Fachleute auf wissenschaftlich schwankendem Grund handelt. Habe den Mut, die deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Fußnoten   [ + ]

1.Der schwarze Schwan ist eine Metapher für ein unwahrscheinliches, aber mögliches Ereignis. Wir ignorieren es wegen seiner Seltenheit und sind deswegen nicht darauf vorbereitet. Siehe: Taleb, N. N. (2012). Der schwarze Schwan – Konsequenzen aus der Krise. München: Dt. Taschenbuch-Verlag
2.Bondü, R. (2012). School Shootings in Deutschland: Internationaler Vergleich, Warnsignale, Risikofaktoren, Entwicklungsverläufe. Inauguraldissertation, Freie Universität Berlin
3.Siehe meinen Artikel: Die Sherlock-Holmes-Methode in Psychoanalyse und Neurowissenschaft
4.Hat man solche Muster, dann weiß man aber immer noch nicht, ob sie zum Ursachenbündel von School Shootings gehören oder ob sie zufällig entstanden sind. Man bezeichnet diese Methode als HARKing (“Hypothesizing After the Results are Known”); sie führt zu beliebigen, nicht aussagekräftigen Ergebnissen. In jedem Datensatz kann man scheinbar auffällige Muster finden, die in Wirklichkeit Produkte des Zufalls sind. Dies ist mit dem Kaffeesatzlesen oder dem Bleigießen in der Silvesternacht zu vergleichen.
5.Cooke, D., & Michie, C. (2010). Limitations of diagnostic precision and predictive utility in the individual case: A challenge for forensic practice. Law and Human Behavior, 34, 259-274
6.Fazel, S., Gulati, G., Linsell, L., Geddes, J. R., Grann, M. (2009) Schizophrenia and Violence: Systematic Review and Meta-Analysis. PLoS Med 6(8): e1000120. doi:10.1371/journal.pmed.1000120
7.Swanson, J. W.; Belden, C. M. (2018).The Link Between Mental Illness and Being Subjected to Crime in Denmark vs the United States. How Much Do Poverty and the Safety Net Matter? JAMA Psychiatry. 2018;75(7):669-670
8.Breggin, P. (2008). Medication Madness. The Role of Psychiatric Drugs in Cases of Violence, Suicide and Murder. New York: St. Martin’s Press
9.Deschner, K. (2005). Kriminalgeschichte des Christentums. Bd. 1-8. CD-ROM-Version, Digitale Bibliothek, Directmedia GmbH, Berlin
10.Buggle, F. (2004). Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Aschaffenburg: Alibri
11.Wikipedia: List of School-related Attacks
12.Wikipedia: List of criminal enterprises, gangs and syndicates